Anforderungen an das Fahrtenbuch: 27.01.2003 8:30 Uhr

Unternehmer und Arbeitnehmer, die bei der Besteuerung von Privatfahrten mit dem Betriebs-Pkw oder dem Dienstwagen die Anwendung der 1 v. H. bzw. der geplanten 1,5 v. H. – Pauschalregelung vermeiden wollen, müssen ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führen.

Dienstliche (betriebliche) und private Fahrten sind gesondert und laufend nachzuweisen:

Für dienstliche Fahrten sind folgende Angaben erforderlich:

  • Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen Auswärtstätigkeit
  • (Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit, Fahrtätigkeit)
  • Reiseziel und bei Umwegen auch die Reiseroute
  • Reisezweck und aufgesuchte Geschäftspartner

Für Privatfahrten genügen jeweils Kilometerangaben, für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte jeweils ein kurzer Vermerk im Fahrtenbuch.

Ein Wechsel von der Fahrtenbuchmethode zur 1 v. H. /1,5 v. H.-Methode ist während eines Jahres nur bei Wechsel des Fahrzeuges zulässig.

Ein elektronisches Fahrtenbuch wird nur anerkannt, wenn sich daraus dieselben Erkenntnisse wie aus einem manuell geführten Fahrtenbuch gewinnen lassen. Nachträgliche Änderungen der Angaben müssen technisch ausgeschlossen sein, zumindest aber dokumentiert werden. In der Praxis ist es meist schwer, ein derartiges Fahrtenbuch anerkannt zu bekommen.

Für bestimmte Berufsgruppen werden Erleichterungen beim Fahrtenbuch anerkannt, z. B. bei Handelsvertretern, Kurierdienstfahrern, Automatenlieferanten, bei Fahrten beim Lieferverkehr.